Ist Drachenfliegen sicher bzw. gefährlich?

Fragen zur Sicherheit und zu den Risiken

  • Ist Drachenfliegen sicher?
  • Ist Drachenfliegen eine Risikosportart?
  • Gehe ich als Drachenflieger Risiken ein, die ich nicht beherrschen oder kontrollieren kann?
  • Gibt es beim Drachenfliegen Situationen oder besondere Umstände, denen ich schutzlos / hilflos ausgeliefert bin bzw. gegen die ich mich nicht wehren kann?
  • Ist die Drachenausbildung gefährlich bzw. gehe ich dabei irgendwelche Risiken ein?
  • Brauche ich fürs Drachenfliegen Mut und/oder Risikobereitschaft oder gar Draufgängertum?

 

Vorneweg:

Von dem Personenkreis, bei dem das Wort „Fliegen“ einen negativen Affekt auslöst und womöglich gleich ein ungutes Gefühl erzeugt, wird das Drachenfliegen generell als gefährlich eingestuft. Da helfen keine Statistiken, keine Vergleiche und schon gar keine Argumente. Die Risiken und Bedenken punkten immer.

 

 

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einfach nur lässig …

 

 

Für den Personenkreis, der gerne fliegen können möchte, bei dem das Wort „Fliegen“ einen positiven Affekt auslöst und die bei dem Lied von Reinhard Mey:

„Über den Wolken – muss die Freiheit wohl grenzenlos sein – alle Ängste, alle Sorgen – sagt man – blieben darunter verborgen – und dann – würde was uns groß und wichtig erscheint – plötzlich nichtig und klein…“

zum Träumen anfangen, für die soll nachfolgend deutlich gemacht werden, dass die Risiken beim Drachenfliegen sehr gering sind, sofern der Pilot gut und allumfassend ausgebildet und trainiert ist.

 

 

Grundsätzlich, und das gilt letztendlich für alles was ein Mensch über das Schlafen hinaus vorhat aktiv zu tut, muss von Grund auf richtig und allumfassend erlernt und das Erlernte geübt und ständig trainiert werden.

Hält man sich an diese allgemeingültige Verhaltens- / Ausbildungsregel, dann ist Drachenfliegen definitiv ungefährlich und kann absolut sicher ausgeübt werden. Man braucht weder Mut noch braucht man die Bereitschaft zum Risiko.

Das belegen auch die Unfallanalysen, die, jedes Jahr aufs Neue, zu dem gleichen Erkenntnis kommen: Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Unfälle auf Pilotenfehler, -unvermögen, Selbstüberschätzungen, Fehleinschätzungen und Nachlässigkeiten zurückzuführen.

D. h., fast alle Unfälle wären vermeidbar gewesen, wenn die Piloten sich und / oder die Flugbedingungen richtig eingeschätzt hätten.

 

 

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…durchgestylt!

 

Die 4 häufigsten Unfallursachen (alles Pilotenfehler):

 

  1. Der Pilot geht mit einem Drachen an den Start, der eine oder mehrere Kategorien über seinem Können liegt (gilt sowohl in der Schulung wie auch für das freie Fliegen). Die daraus zwangsläufig resultierende permanente Überforderung führt über kurz oder lang zum Unfall.
    Wenn nicht, dann hatte der Pilot bisher sehr viel Glück, aber definitiv keinen Spaß im Flug bzw. in der Schulung!
  2. Der Pilot erkennt am Start nicht, dass die Flugbedingungen und / oder das Fluggelände für sein Können bzw. Trainingsstand zu anspruchsvoll sind / ist bzw. dass die Flugbedingungen generell für das Drachenfliegen „unfliegbar“ sind. Die daraus resultierende situative Überforderung führt sehr schnell zum Unfall.
    Wenn nicht, dann hatte der Pilot in dieser Situation bzw. an diesem Tag sehr viel Glück, aber definitiv keinen Spaß beim Fliegen!
  3. Der Pilot geht mit einem oberflächlich oder gar nicht gecheckten Drachen an den Start, entdeckt deshalb einen Vorschaden nicht und es kommt im Flug zum Gerätebruch.
  4. Der Pilot macht am Startplatz keinen Vorflugcheck und bemerkt deshalb nicht, dass er nicht eingehängt ist bzw. seine Beinschlaufen nicht geschlossen sind und fällt nach dem Start aus mehreren Meter Höhe hart zu Boden.

 

Anmerkungen zum Equipment:

  • Ist das eingesetzte Material (Gurtzeug, Rettungsschirm, Helm und Drachen) mustergeprüft,
  • hat alles ein Gütesiegel,
  • hat sich alles schon im praktischen Betrieb bewährt (es muss ja nicht immer gleich ein Drachen aus der Nullserie sein),
  • wird alles regelmäßig auf Beschädigungen geprüft,
  • liegt das Pilotengewicht (Einhängegewicht) innerhalb der vorgegeben Zuladungsgrenzen (min. / max.) und
  • fliegt man innerhalb der vorgegebenen Betriebsgrenzen,

dann wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das eingesetzte Equipment definitiv nicht zu Bruch gehen und nicht die Ursachse für einen Unfall sein.

 

 

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ohne Worte

Fazit:

Der Casus knacksus ist also die Qualität und der Umfang der Pilotenausbildung. Stimmt diese und kann man sich in der Ausbildungsstätte gewissenhaft, kompromisslos und allumfänglich zum selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Piloten ausbilden lassen, dann wird man sein Ziel erreichen und so gekonnt, so sicher und so frei wie ein Adler

  • im völligen Einklang mit sich und der Natur,
  • mit der Garantie von Spaß, Freude und
  • faszinierende, unvergessliche Erlebnissen,
  • über viele Jahre hinweg den Drachenflugsport unversehrt genießen können.

 

 

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…immer schön konzentriet bleiben.

 

Anmerkung:

Wir haben an dieser Stelle auf unsinnige Vergleiche mit anderen Flug-Sportarten ganz bewußt verzichtet.

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